Familien-Neustart in Stuttgart: Foto Rafael, 1955

Familien-Neustart in Stuttgart: Foto Rafael, 1955
Stuttgart-West, Reinsburgstraße 110, 1955 | Foto: Familienarchiv Joachim Polzer

Dieser Tage wird in Berufsfotografen-Kreisen ein Essay des finnischen Fotografen Alvin Greis unter dem englischen Titel "Do We Still Need to Treat Photography as a Profession?" heiß diskutiert. Ob man zu Zeiten computergenerierter, fotorealistischer, synthetischer Bilderzeugung von Fotografie noch als einem Beruf sprechen sollte, darf zu Recht breit diskutiert werden. Die zwanziger Jahre des 21. Jahrhunderts haben eine Entwicklung beschleunigt, die mit der elektronischen Erzeugung von Bildern, ihrer quantifzierenden Speicherung und Verarbeitung als Digitalmedium in den 1990er Jahren einsetzte. Der weitreichendste Ansatzpunkt war hier sicherlich die Vorstellung und Markteinführung der SONY MAVICA seit 1987/1988 und dann als nächster Markstein die Vorstellung der digitalen Spiegelreflexkamera D-1 von NIKON für Berufsfotografen im Jahr 1999, welche die überwiegende Ablösung der analogen Filmfoto-Technik im Fotografen-Beruf einläutete. Dies zusammenhängend mit den immer leistungsfähiger werdenden Computersystemen, den sich stets ausweitenden Speicheroptionen im Digitalen und natürlich auch im Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung und Beschleunigung der globalen, digitalen Vernetzung der Welt, von allem und jenem, auch in allen Fragen der Fotografie.

Während meiner Einführungsphase bei der Ausbildung zum Fotografengeselle, 1982 beim Lette-Verein zu Berlin, wurde über die elektronische Fotozukunft noch gelacht und gelästert, während man Rodinal-Filmentwickler in Schalen schwenkte. Die Zeiten änderten sich auch dort 1987/1988 langsam, anlässlich eines von der Schulverwaltung finanzierten Erprobungsprojektes unter Leitung von Norbert Pintsch und Senta Siller, als die ersten Apple Macintosh Computer für den Schulbetrieb zwecks Freiwilligen-Arbeitsgemeinschaft angeschafft, datentechnisch mittels AppleTalk vernetzt wurden, mit CD-ROM-Laufwerk, Filmscanner und Postscript-Laserdrucker als Peripherie, und so ein Klassensetting zum Lernen erzeugten: Bildbearbeitung und Desktop Publishing. Auch daran mußte ich denken, wenn dieser Tage der 50. Gründungstag von Apple Computer Inc. am 1. April 1976 erinnert wird. Mir ist 1987/1988 dort der Mac und Apple zum ersten Mal in eigener Anschauung und eigener Anwendung begegnet.

Hundert Jahre vor unserer Gegenwart dürfte die Fotografie eine ähnlich magische und noch neuartige Technik gewesen sein, in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts, als mein Großvater Karl Polzer sich in Olmütz (aka Olomuc, Mähren) mit einem Fotografenmeister-Betrieb selbständig machte. Auch da gab es schon mehr als 50 Jahre technologischen Vorlauf, der die Anwendung von Fotografie in dieser Art dann ermöglichte, mit den Industrieprodukten aus fotochemischen und feinmechanischen Industrien, die aus den Pionier-Taten der Anfänge entstanden waren.

Und auch im Jahre 1954 lag die elektronische, digitale Zukunft der Fotografie noch außerhalb des wirklich Vorstellbaren, auch wenn das Fernsehen sich gerade als neues Massenmedium in Westdeutschland einführte. Um der nach Vertreibung und Flucht 1945 ins ober-bayerische Geisenfeld verschlagenen Familie einen Neustart zu ermöglichen, gründete mein Vater Erhard Polzer Ende 1954 seinem Vater Karl das "Foto Atelier Rafael" im Stuttgarter Westen neu. Erhard war da schon seit Anfang 1954 als freiberuflicher Fotograf unterwegs, nachdem er sich mit seinem Motorrad im Frühjahr 1952 von Geisenfeld nach Stuttgart aufmachte. Es sollte – so die Absicht – für die ganze Familie einen Neustart in der Großstadt bedeuten und meinem Vater Erhard damit eine offizielle Ausbildungsmöglichkeit und schließlich auch einen späteren Arbeitsrahmen im Fotografenberuf eröffnen.

Mein Vater Erhard berichtete später von Kinobesuchen der Familie noch in Olmütz (aka Olomuc) in den 1930er und 1940er Jahren, als er und sein Bruder Kurt im Kinosaal beobachteten, wie der Vater Karl stets ein kleines Fläschchen Haushaltsnatron mit sich führte und während der Vorstellung seine höllischen Sodbrennen-Schmerzen damit zu lindern versuchte. Ursächlich an der Magen-Krankheit von Karl Polzer wurde nie etwas behandelt; Selbständige sind nie krank und gehen nie zum Arzt. Ein chronisches Dauerleiden eben, mit dem man leben musste. Das Leiden an der Verhältnissen nach 1945 wird daran nicht viel gebessert haben.

Das stoische Hinnehmen der eigenen dauer-chronischen Erkrankung rächte sich dann leider sehr bald. Karl Polzer starb bereits am 10. Februar 1955 in einem Krankenhaus in Stuttgart-Bad Cannstatt im Alter von 64 Jahren an seiner Magen-Erkrankung, gerade als das neue Foto Atelier Rafael in Stuttgart noch frisch eingerichtet wurde. Der 10. Februar 1955 war der 32. Geburtstag von Bruder Kurt und es war sieben Tage vor dem 29. Geburtstag von Erhard.

Bruder Kurt fand mit seiner in Olmütz (aka Olomuc) abgeschlossenen und testierten Berufsausbildung als Bankkaufmann nach dem Umzug aus Geisenfeld in Stuttgart alsbald eine Beschäftigung im Verwaltungs- und Bankenbereich, dann auch bei der württembergischen Landeskreditanstalt in Stuttgart. Ihn drängte es danach, sich endlich wieder beruflich und privat verwurzeln und erden zu können, lernte so rasch auch seine spätere schwäbische Ehefrau Rosmarie kennen, die beide während der letzten Lebenstage von Karl ihn zusammen im Krankenhaus besuchten.

Weihnachten 1955 zu Dritt, von links: seine Mutter Anna, mein Vater Erhard und sein Bruder Kurt Polzer, nun ohne den Vater und Ehemann Karl, der am 10. Februar 1955 in Stuttgart verstarb. | Foto: Familienarchiv Joachim Polzer

Für Erhard war der zu frühe Tod des Vaters Karl ein schwerer Schlag. Er war zwar bereits seit 1954 freiberuflich mit Wandergewerbeschein als Fotograf beruflich tätig: Fotoaufnahmen von Architekturbauten, den neuen Tankstellen, Schaufensterauslagen im Einzelhandel, Werbefotos von Geschäften, Schulklassen-Fotos, Hochzeitsbildern, Santa-Claus-Feiern, Tanzbällen, Karnevalssitzungen, Big-Band-Livemusik-Konzerte mit Aufforderung zum Tanz, etc. – Aber das "Sattelfest-Werden" hatte er sich dann doch anders vorgestellt. Auf jeden Fall wollte er in die beruflichen Fußstapfen seines Vaters treten.

Der wirtschaftliche Aufschwung – das sprichwörtliche Wirtschaftswunder – war jeden Tag im Alltag zu spüren und an den Bauwerken vor Ort auch überdeutlich zu sehen: 1955 waren zum Beispiel die Stuttgarter Liederhalle, das neue Rathaus am Marktplatz und der Stuttgarter Fernsehturm im Bau und wurden dann 1956 auch fertiggestellt, 1957 gingen die unterirdischen Fernsehstudios des Süddeutschen Rundfunks an der Villa Berg komplett in Betrieb, während am Wagenburgtunnel noch gebaut wurde. Kein Vergleich zu heute mit den üblich gewordenen 25 Jahren an Planungs- und Bauzeit für ein größeres Architekturprojekt. Fernsehturm, Liederhalle und Rathaus haben heuer, 2026, ihren 70. Jahrestag der Inbetriebnahme.

Erhard stand beruflich ohne offizielle Berufsausbildung da und in einer raumzeitlichen Umgebung, bei dem die allgemeine wirtschaftliche Prosperität um ihn herum einen gewaltigen Sog erzeugte, dem er sich nur schwer entziehen konnte. Auch er lebte sein Leben zum ersten Mal und entschied nach seinem damaligen Wissen, seiner bisherigen Erfahrung und seiner Intuition, seinen Bedürfnissen, was für ihn eben das Beste zum damaligen Zeitpunkt war. Er entschied sich gegen ein Hochschulstudium, das er mit seinem Kriegs-Abitur hätte beginnen können und auch gegen ein Gesellendasein in einem anderen Betrieb. Er wollte loslegen und zur spürbar besten, dynamischten Wirtschaftswunderzeit von 1955 nicht noch eine Ausbildungs-Warteschleife des Papiertestats wegen einlegen.

Er hatte nun die Verantwortung für zwei monatliche Mietzahlungen (Wohnung und Geschäftsräume), die frisch bezogene Mietwohnung war trotz Umzugsgut neu einzurichten, er hatte für die Lebenshaltungskosten von sich und von seiner Mutter zu sorgen – und er wollte den fotografischen Weg der Medienpraxis weiter gehen. Dafür war in Kamera-, Licht- und Labortechnik zu investieren. Neben der Leica M3 mit Blitz, brauchte er dann auch eine Rolleiflex 6x6 und ein Baby-Linhof-Set 6x9. Für die Mobilität als reisender Fotograf war die Investition zumindest in ein Automobil zwingend. (Später, nach 1961, kam noch ein Wohnwagen-Anhänger dazu.) – Irgend wann wollte er auch eine Familie gründen und Kinder haben. Und in einen bürgerlichen Haushalt gehörte neben dem Akkordeon auch wieder ein Klavier, fanden Mutter und Sohn. In der Wohnung und in den Geschäftsräumen waren Telefonanschlüsse gelegt, zu Zeiten, in denen diese aus Telefonnetz-Kapazitätsgründen reinen Privathaushalten allgemein noch kaum zugänglich waren. In diesem Rahmen schien es ihm sinnvoll, weiter als freiberuflicher Fotograf zu arbeiten und seine ersten Schritte auszubauen, statt eine offizielle Berufsausbildung mit anschließender Arbeitspraxis in Angestelltentätigkeit in einem anderen Unternehmen zu beginnen, um später mal anderen gegenüber etwas vorweisen zu können.

Wenn man sich im Schwäbischen hätte erden wollen und können wie sein Bruder Kurt, dann wäre es vielleicht auch gelungen, sich berufs-fotografisch an die sich stets ausweitenden Wertschöpfungsquellen der Automobil- oder Maschinenbau-Industrie im Wirtschaftsraum Mittlerer Neckar, mit Zulieferindustrien inklusive deren Werbeabteilungen oder etwa auch die regionale Verlagsbranche anzudocken.

Mit dem guten Willen sich "einzuschwäbeln" – von Sprache bis Habitus – hätte man plausible Antworten auch bei den beinhart erdhaften und schwierigen Fragen des Anfangs wie "Was haben Sie denn bisher gemacht?" oder "Für wen haben Sie denn schon gearbeitet?" oder "Können wir Ihnen denn so ein Projekt auch wirklich zutrauen?" oder "Was für Garantien können Sie uns denn geben, dass das auch klappt?" finden können. Der Foto-Profi als externer Risikoabsicherer der arbeitsteiligen Geschäftsabläufe, siehe dazu oben auch den Verweis auf den aktuellen Essay von Alvin Greis.

Das "Einschwäbeln" lag jedoch außerhalb des Talents und Temperaments meines Vaters. Er ist dafür lieber, wie etwa auch die Schausteller-Unternehmer auf Volksfesten, im Lande herumgereist, war gerne unterwegs, war dabei nicht nur freiberuflich, sondern darin auch freischwebend tätig, war gerne bei sich und gern bei den Leuten von außerhalb, auch bei denen der angrenzenden Landsmannschaften: bei den Franken, Bayern, Hessen, Pfälzern und Badensern. Und war eben nicht im Schwäbischen geerdet, auch wenn er eigentlich sehr gerne in der Großstadt Stuttgart lebte. Dieses Befremden, von dort aus Stuttgart zu sein, aber eigentlich nicht wirklich dazuzugehören, hat sich früh auf mich als Kind übertragen. Letztlich scheint mir dies eine Spätfolge der traumatischen Entwurzelung aus der ursprünglichen Heimat in Olmütz (aka Olomuc) zu sein. Interessant dabei, das sich das zwischen den beiden Brüdern Erhard und Kurt polar aufgespalten hatte.

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre sattelte mein Vater Erhard den Geschäftsgegenstand seiner selbständigen Erwerbstätigkeit dann in Richtung "Werbegeschenk-Großhandel" um. Sein Interesse an der Standbild-Fotografie hat auch als Hobbytätigkeit seit den 1970er Jahren langsam nachgelassen.

Als das elektronische Fernsehen seit der Berliner Olympiade von 1936 im Deutschen Reich erprobt wurde, wird sich diese Nachricht auch bis nach Olmütz (aka Olomuc, Mähren) über Rundfunk, Zeitungen und Zeitschriften rumgesprochen haben. Im Nachklang der Berliner Olympiade wurden im Staatsgebiet öffentliche Fernsehstuben eingerichtet und dafür ein regelmäßiger Sendebetrieb bis zum Kriegsausbruch 1939 aufgenommen. 1936 war mein Vater zehn und 1939 dann dreizehn Jahre alt. Das ist in etwa jenes Alter, in dem meine eigene Kinobegeisterung in den 1970er Jahren erwachte: Super-8-Kamera und -Projektor waren damals im Haushalt zur Hand. – Erhard hat als Kind, das in einem Fotografenhaushalt aufwächst, wie er später meinte, damals immer davon geträumt, dass man eines Tages die fotografische und kinematografische Bilddarstellung auch elektronisch wird realisieren können.

Mit dem Aufkommen der Heim-Videorekorder in den sehr späten 1960er Jahren wurde Erhard nach dem Dekadenwechsel in die 1970er Jahre im Heimgebrauch zum begeisterten Early Adaptor der in den 1970er Jahren in rascher Folge kommenden und auch wieder gehenden Heimvideosysteme. Das startete bereits mit dem auf der Stuttgarter Funkausstellung 1969 präsentierten Philips LDL 1000 – dem ersten 1⁄2-Zoll-Videorecorder für den Heimgebrauch, s/w, reel-to-reel, 45 min., Bandkosten: 90 bis 140 DM – und weiter dann mit dem 1972 vorgestellten, transportablen Videosystem von Akai, Modell VTS 110 TS, auf 1⁄4-Zoll-Magnetband, open-reel, s/w, 20 Minuten bei 13-cm-Spulen, mit s/w-Videokamera (Vidicon-Röhre) und andockbarem CRT-Klein-Monitor. "Transportabel" hieß mit Transistor- und Batterie-Technik in der damaligen Zeit stets "gerade noch schleppbar". Bis hin zu den Videosystemen VCR-LP/LVC, S-VCR/SVC, Video 2000, Betamax, Video 8 und VHS war man in den 1980er Jahren dann irgendwann auch damit durch: VHS wurde seit Anfang der 1980er Jahre durch die Anbietervielfalt, Interkompatibilität und das fallende Preisniveau aufgrund der Konkurrenz aus Asien schließlich zum Standard der kassettenbasierten Videobandsysteme. Mein privates Fernsehmitschnitt-Archiv lief seit 30.12.1980 bis 2005 auf VHS. Das war eine wilde technische Zeit damals auf der vordigitalen Technology Lane.

Was mir aus meiner Prägungszeit der Jugend geblieben ist, dürfte die Begeisterung dafür sein, den flüchtigen und transitiven Moment der audiovisuellen Erscheinung (jener der Fernsehausstrahlung, oder der der Kinoaufführung, heute etwa auch bei digitalen Video- oder Audio-Streams) auf Medienträger durch Kaufmedien oder Eigenaufzeichnung bewahren, ordnen, archivieren und mit zeitlichem Abstand als historische Quelle bewerten zu wollen und eben auch zu können. Bei meinem Vater war das – glaube ich – nicht so reflektiert der Fall; zu sehr war er mit der Bewältigung dieser hereinschwappenden, apparativen Technikwelle beschäftigt. Das hat natürlich auch wieder seine Entsprechung zum heißen und aktuellen Technologie-Diskurs von heute, siehe oben, eingangs, den Essay von Alvin Greis, zum gegenwärtigen Obsoletwerden des Fotografenberufs insgesamt durch den aktuellen Technologie-Tsunami.

Die elektronischen Medien kündigten die Zukunft an: Die Fernsehtruhe als gesellig-kultureller Familienmittelpunkt und als neues Prunkstück der Wohnungseinrichtung. Die Familie Polzer hatte bereits einen Fernseher, als das noch ganz selten war. Der regelmäßige Fernsehbetrieb in der BRD startete zu Weihnachten 1953. Der Stuttgarter Fernsehturm ging 1956 in Betrieb. Man ludt sich abends gerne Besucher dazu ein, zum Beispiel meine spätere Mutter Herta zusammen mit deren Tante Anschi oder der Mutter Maria: Schwarz-Weiß Fernsehgerät mit integriertem UHF-Empfangsteil für das Deutsche Fernsehen (1 Programm), mit Röhrentonverstärker und großer, wohlklingender Lautsprecher-Anlage, mit eingebautem Röhren-Radioempfänger für UKW, Mittelwelle, Langwelle und Kurzwelle, magisch grün leuchtendem Tuning-Auge, sowie Plattenspieler für Langspiel-, Single- und Schellack-Platten (33 1/3, 45, 78 UpM) mit Plattenwechsler-Einrichtung für jedes Schallplattensystem. Extern angeschlossen (links) ein Grundig-Tonbandgerät zur Aufnahme und Wiedergabe über die Entertainment-Anlage. Oder drauf: die Schaltuhr zur Zeitanzeige (TV-Programmstart !) sowie für automatisches Abschalten der Anlage zum Sendeschluss zwecks Vermeidung des 1.000 Hertz-Meßtons beim Testbild nach Sendeschluss. Auch oben d'rauf: ein Mikrophon für Eigenaufnahmen auf das Magnetophon und eine Kabel-Fernbedienung für den Fernseher, für Bildfang, Helligkeit und Kontrast. | Foto: Familienarchiv Joachim Polzer.

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